Die FDP nach der Berlin-Wahl: am Anfang oder am Ende?

Sichtbar inszenierte die FDP wenige Stunden vor Schließung der Wahllokale einen Verzweiflungspopulismus. Europaskepsis sollte punkten. Ressentimentgetriebene Wähler, die es zuhauf gibt, wollte die FDP im Schlussspurt des Wahlkampfs ansprechen. Viele Bürger sind durchaus auch unzufrieden mit den aktuellen Versuchen, die Verschuldungskrise in den Griff zu bekommen.

Da es sich im Kern nicht um eine Euro-Krise, sondern um die Rettung einzelner Banken handelt, bleiben viele Fragezeichen. Warum sollen deutsche Steuerzahler weiter bürgen, wenn es sich um den Erhalt bestimmter Banken dreht? Banken und Finanzmärkte haben mit ihren Produkten zur jetzigen Lage beigetragen. Die Politik hat dies alles deregulierend möglich gemacht. Wo sind die kritischen Stimmen im Parteienspektrum, die diesem Empfinden Ausdruck verleihen, wenn es fraglich bleibt, ob die Mechanismen des bisherigen Krisenmanagements tragen?

Dieser Beitrag von Karl-Rudolf Korte ist die überarbeitete Version seines Beitrags in der Tageszeitung Der Tagesspiegel, erschienen am Samstag, den 24. September 2011 [Link zum Originalartikel].

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Die FDP nach der Berlin-Wahl: am Anfang oder am Ende?

Zitationshinweis

Korte, Karl-Rudolf (2011): Die FDP nach der Berlin-Wahl: am Anfang oder am Ende? Erschienen in: Regierungsforschung.de, Parteien- und Wahlforschung. Online verfügbar unter: http://www.regierungsforschung.de/dx/public/article.html?id=133&show=type-9&by=articletype

 

 

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