
Angriffe auf Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gewinnen zunehmend auch in westlichen Demokratien an Bedeutung. Im Zuge der Kleinen Anfrage der Unionsfraktion zur politischen Neutralität staatlich geförderter Organisationen vom 24.02.2025 rücken Delegitimierungsvorwürfe gegenüber NGOs verstärkt in den Fokus des politischen und öffentlichen Diskurses in Deutschland. Doch inwiefern halten diese Narrative einer empirischen Überprüfung stand? Die vorliegende Arbeit nimmt diese Frage zum Ausgangspunkt und unterzieht die im Diskurs erhobenen Vorwürfe einer systematischen Analyse. Auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse werden zentrale Delegitimierungsnarrative rekonstruiert, ihre sprachliche Ausgestaltung untersucht und die darin adressierten Formen von Legitimität theoriegeleitet eingeordnet. Dabei wird auf Suchmans Konzept des ‚Legitimitätsmanagements‘ sowie van Leeuwens diskursanalytischen Ansatz zurückgegriffen. Als empirische Grundlage dienen neben der Kleinen Anfrage ausgewählte Medienbeiträge sowie die Publikation „Der NGO-Komplex: Wie die Politik unser Steuergeld verprasst“
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