Die Novellierung der Lobbying Regulierung : Die Reform des deutschen Lobbyregisters als verwaltungstechnische Herausforderung

Die Lobbyregulierung ist in Deutschland durch ein ambivalentes Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten geprägt. Politisch motivierte Ziele mündeten in einer bürokratisierten Umsetzung, wodurch eine Dysbalance zwischen dem Nutzen sowie der tatsächlichen Kosten begünstigt wurde. Um diese Dysbalance in der Entwicklung der Regulierung darzustellen, wird auf der Grundlage einer evaluativen Indexanalyse nach dem Vorbild internationaler Vergleichsstudien qualitativ und sequenziell gearbeitet. Die Arbeit nimmt dazu Bezug auf die Lobbyregulierung vom 01. März 2022 bis heute, wobei die Analyse in zwei Zeitabschnitte unterteilt ist. Als Forschungsgrundlage dienen die genutzten Regulierungsinstrumente sowie empirische Angaben der betroffenen Akteure. Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Transparenzgewinn und die bürokratischen Kosten der Lobbyregulierung systematisch gegenüberzustellen. Die Arbeit folgt der Methodik einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, wonach das Datenmaterial zunächst eingehend vorgestellt wird, um im Nachgang Bezug zum eigentlichen Forschungsgegenstand herzustellen. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Reform der Lobbyregulierung zu einem signifikanten Transparenzzuwachs geführt hat, dieser Fortschritt jedoch mit deutlich angestiegenen und unausgewogenen Kosten verbunden ist. Insgesamt zeigt sich damit eine eingeschränkte Kosteneffizienz des reformierten Systems.