Die Wahlkampf- und Kommunikationsstrategie der Partei Die Linke für die NRW-Landtagswahl 2017

Rebecca Joest, Steffen Löhr und Kristina Zippel, die Studierende der der NRW School of Governance an der Universität Duisburg-Essen sind, beleuchten den Wahlkampf der Partei Die Linke bei der Landtagswahl in NRW 2017. Mit Schwerpunkten im Bereich Social Media und auffällig gestalteten Plakaten gelang es der Linken ihre Wahlergebnisse zu verdoppeln. Dennoch scheiterte die Partei denkbar knapp an der 5 %-Hürde und konnte nicht in den Landtag einziehen. Wie ist dies zu erklären?

0,1 % – um diesen Bruchteil verfehlte die Partei Die Linke bei der vergangenen Landtagswahl im Mai 2017 ihr erklärtes Wahlziel, den Wiedereinzug in den nordrhein-westfälischen Landtag. Sie erreichte 4,9 % der Stimmen und scheiterte damit denkbar knapp an der Sperrklausel. Es wäre nach 2010 ihr zweites Mal im NRW-Landesparlament gewesen. Dieser Misserfolg der Linkspartei kam nicht völlig überraschend, hatte die Partei doch in den Umfragen im Vorfeld der Wahl stets zwischen lediglich fünf und sechs Prozent gelegen. Mit Blick auf das Wahlergebnis kann allerdings nicht nur von einem Scheitern gesprochen werden: Es war auch ein „bitterer Erfolg“, denn der Partei war es gelungen, ihr Ergebnis von 2012 in Höhe von 2,5 % nahezu zu verdoppeln – aber eben nur nahezu.

Die Wahlkampf- und Kommunikationsstrategie der Partei Die Linke für die NRW-Landtagswahl 2017

Autoren

Rebecca Joest, Steffen Löhr und Kristina Zippel sind Studierende der Kohorte 2016/2017 des Masters “Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung” der NRW School of Governance an der Universität Duisburg-Essen.

1. Einleitung

0,1 % – um diesen Bruchteil verfehlte die Partei Die Linke bei der vergangenen Landtagswahl im Mai 2017 ihr erklärtes Wahlziel, den Wiedereinzug in den nordrhein-westfälischen Landtag. Sie erreichte 4,9 % der Stimmen und scheiterte damit denkbar knapp an der Sperrklausel. Es wäre nach 2010 ihr zweites Mal im NRW-Landesparlament gewesen. Dieser Misserfolg der Linkspartei kam nicht völlig überraschend, hatte die Partei doch in den Umfragen im Vorfeld der Wahl stets zwischen lediglich fünf und sechs Prozent gelegen.1 Mit Blick auf das Wahlergebnis kann allerdings nicht nur von einem Scheitern gesprochen werden: Es war auch ein „bitterer Erfolg“2 , denn der Partei war es gelungen, ihr Ergebnis von 2012 in Höhe von 2,5 % nahezu zu verdoppeln – aber eben nur nahezu.

Was hat dazu geführt, dass die Partei ihren Stimmenanteil deutlich steigern konnte, der Versuch der Rückkehr in den Landtag dennoch scheiterte? Durch eine detaillierte Analyse der Wahlkampf- und Kommunikationsstrategie sollen mögliche Antworten auf diese Frage gefunden werden. Nach einem Überblick über die Rahmenbedingungen und beteiligten Akteure werden dafür die inhaltlichen Schwerpunkte der Partei beleuchtet, die verschiedenen Wahlkampfinstrumente analysiert und sowohl die Medienberichterstattung als auch der parteieigene Medieneinsatz in den Blick genommen. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen werden ebenfalls einbezogen. Zugrundeliegende Strategien werden dabei immer wieder herausgestellt. Maßgeblich basiert diese Analyse auf einem Interview mit Sascha Wagner, dem Geschäftsführer des Landesverbandes Die Linke NRW und Wahlkampfleiter. Das Interview fand rund einen Monat nach der Wahl statt.3

2. Rahmenbedingungen

Die Linke stellte für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 39 Listenkandidaten auf, in nahezu allen der 128 Wahlkreisen traten Direktkandidaten an.4 Im Fokus des Wahlkampfs standen jedoch nicht Personen, sondern Inhalte. Dementsprechend startete Die Linke als selbsterklärte Programmpartei die Wahlvorbereitungen mit der Entwicklung ihres Wahlprogrammes. Die weitere Kampagnenplanung in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur und den beteiligten Gremien des Landesvorstands begann ebenfalls rund zehn Monate vor der Wahl im Juli 2016.

Die Gesamtkoordination bei der Wahlkampfführung übernahm das Landeswahlbüro, das mit neun Personen arbeitete: Den beiden Spitzenkandidaten und Landessprechern Özlem Alev Demirel und Christian Leye, dem Landesgeschäftsführer Sascha Wagner und weiteren Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle, dem Pressesprecher sowie einigen Ehrenamtlichen. Es war für die Kommunikationsstrategie verantwortlich – welche u.a. Vorgaben zum Auftreten nach außen und Sprachregelungen, wie zum Beispiel zur Regierungsbeteiligung, beinhaltete – und organisierte zentrale Wahlkampfveranstaltungen sowie die technische Abwicklung, beispielsweise die Materialerstellung und -distribution. Zudem baute das Landeswahlbüro eine interne Kommunikationsstruktur auf, die u.a. wöchentliche Treffen, das Einrichten kleinerer Arbeitsgruppen und eine Vernetzung durch Telefonkonferenzen, E-Mail-Verteiler und WhatsApp-Gruppen umfasste. Ebenso wurden Wahlkampfleiter- und Kandidatenschulungen sowie Medientrainings für die beiden Spitzenkandidaten angeboten. Dies waren verschiedene Maßnahmen, die einen möglichst reibungslosen Ablauf der Wahlkampforganisation sowohl auf Landesebene als auch auf Ebene der 53 Kreis- und 250 Ortsverbände garantieren sollten.

3. Inhaltliche Ausrichtung und Wahlprogramm

Die Linke ist ihrem Selbstverständnis als Programmpartei im Landtagswahlkampf durchaus gerecht geworden, indem sie früh mit der Entwicklung ihres Wahlprogramms begann und bereits ein gutes Jahr vor der Wahl einen intensiven Abstimmungsprozess anstieß. Dabei fußte die erste Konzeption der Themen und Inhalte auf vorab durchgeführten Studien und Analysen, die das Wählerpotential in bestimmten Zielgruppen und die Glaubwürdigkeitswerte der Partei auf verschiedenen Gebieten ergründeten. Die höchsten Kompetenzwerte wurden der Partei klassischerweise bei der Steigerung der sozialen Gerechtigkeit sowie bei der Armutsbekämpfung zugeschrieben, so dass hierdurch der inhaltliche Rahmen der Kampagne abgesteckt wurde.5 Darauf aufbauend erarbeitete der Landesvorstand einen ersten Entwurf von Struktur und Gliederung des Programms. In Rücksprache mit verschiedenen thematischen Landesarbeits-gemeinschaften wurden hieran fortlaufend Änderungen vorgenommen. Zentrale inhaltliche Impulse erhielt die Konzeption auf dem im Mai 2016 durch Die Linke veranstalteten Sozialgipfel. Die mit dem Motto „Es ist Zeit für Veränderung“ überschriebene Veranstaltung bot den mehr als 500 Teilnehmern aus Verbänden, NGOs, Initiativen, Politik und Wissenschaft die Gelegenheit, ihre Wünsche und Vorstellungen in das Wahlprogramm einzubringen.6 Die Beteiligten wurden anhand einer Konzeption des Landesvorstandes ausgewählt, welche Fragen der sozialen Gerechtigkeit, des sozial-ökologischen Umbaus des Landes und der Arbeitsmarktpolitik in den Mittelpunkt stellte. Aber auch Zuschriften von Organisationen, die ihre Wunschpassagen auf eigene Initiative der Partei zuleiteten, wurden zum Teil berücksichtigt.

Anhand der grundlegenden Gliederung des Landesvorstands und der inhaltlichen Vorschläge vom Sozialgipfel verfasste die aus acht Personen bestehende Programmkommission den ersten offiziellen Entwurf des Wahlprogramms und stellte ihn auf Regionalkonferenzen der Parteibasis vor.7 Die Parteimitglieder machten regen Gebrauch von ihrem Recht, Änderungsanträge einzureichen. Auf dem Programmparteitag am 5. und 6. November 2016 berieten die Delegierten über mehr als 400 Anträge, bevor das 130 Seiten starke Wahlprogramm beschlossene Sache war.8 Der Landesvorstand nahm im Anschluss lediglich kleinere sprachliche Nachbearbeitungen vor.

Am hier skizzierten Ablauf der Programmentstehung wird ein zunehmendes Alleinstellungsmerkmal der Linken offenbar. Die Partei bezieht ihre Basis aktiv in den Entwicklungsprozess mit ein und legt ihr nicht – wie bei anderen Parteien üblich – einen fertigen Entwurf zur finalen Abstimmung vor. So war es der Linken möglich, das Programm bereits einige Monate vor der Wahl zu präsentieren, während beispielsweise die NRW-CDU ihren Programmparteitag erst sechs Wochen vor der Wahl abhielt und die Delegierten über einen Leitantrag abstimmen ließ.9 Das Vorgehen der Linkspartei kann durchaus als strategischer Schachzug gewertet werden. Durch die Beteiligungsmöglichkeiten erhöhte die Partei nicht nur die Motivation ihrer eigenen Mitglieder, sich im Wahlkampf zu engagieren oder zumindest am Wahltag ihre Stimme abzugeben. Mit dem Sozialgipfel eröffnete sie sich zudem die Chance, Anhänger und Sympathisanten der beteiligten Organisationen und Initiativen für sich zu gewinnen und ebenfalls für den kommenden Wahlkampf zu mobilisieren. Um darüber hinaus die wesentlichen Inhalte des Wahlkampfes an die Bürger heranzutragen, denen das Wahlprogramm zu lang ist oder denen die Lektüre recht komplexer politischer Texte schwerfällt, erstellte der Landesvorstand ein Kurzwahlprogramm. Dieses enthält auf sieben Seiten die zentralen Forderungen der Partei und bedient sich optisch an den Motiven der Plakatkampagne.10 Außerdem wurde es in Leichter Sprache11 und bei YouTube12 in Gebärdensprache veröffentlicht. Aufgrund mangelnder Ressourcen verzichtete man auf mehrsprachige Ausführungen des Programms. Dies wurde laut Landesgeschäftsführer Wagner nach der Wahl parteiintern als bedeutsames Versäumnis gewertet, weil es die Partei womöglich etliche Stimmen aus dem migrantischen Milieu gekostet hat.

Der rote Faden, der den Leser im Wahlprogramm konsequent begleitet, ist die Frage der sozialen Gerechtigkeit. Die Linke fordert einen „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“, also nicht weniger als eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse, die durch mehr Umverteilung von Reich zu Arm realisiert werden soll.13 Zu den zentralen Forderungen gehören u.a. eine „sanktionsfreie soziale Mindestsicherung“ von 1050 Euro anstelle von Hartz IV14, (finanzielle) Soforthilfen für von Armut betroffene Familien15, eine „Umverteilung von Arbeit und Gewinnen“ durch Einführung der 30-Stunden-Woche16, einen „solidarisch finanzierten, fahrscheinlosen ÖPNV“17 und eine Reform des Rentensystems, so dass auch Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, die Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge übernehmen und das Renteneintrittsalter auf 65 Jahre gesenkt wird.18 Des Weiteren setzt die Partei sich für mehr Investitionen in Bildung, mehr Gleichberechtigung und Klimaschutz sowie gegen staatliche Überwachung ein.

In dieser Schwerpunktsetzung zeigt sich deutlich die gezielte Ansprache ganz bestimmter Adressaten. Dazu zählen hauptsächlich lohnabhängig Beschäftigte und Menschen in prekären Lebenssituationen, also zum Beispiel Sozialleistungsempfänger, Alleinerziehende und Geringverdiener. Diese Gruppen wählten die Partei tatsächlich überdurchschnittlich oft.19 In den letzten Jahren konnte Die Linke ihre Zielgruppen außerdem im bildungsbürgerlichen, urbanen und studentischen Milieu erweitern, indem sie sich in originäre Themen der SPD und der Grünen eingearbeitet hat. Damit konnte sie diesen beiden Parteien jeweils circa 60.000 Stimmen entziehen.20 Ehemalige Wähler der Piraten versuchte die Partei mit Ideen zur Netzpolitik anzusprechen.21 Gleichzeitig versuchte Die Linke den Spagat, sich trotz inhaltlicher Überschneidungen ausdrücklich von den anderen Parteien abzugrenzen. Besonders deutlich wird dies im Vorwort zum Wahlprogramm: „Alle anderen Parteien“ verträten eine „neoliberale“ und „sozial ungerechte“ Politik und tischten dem Bürger das „Lügenmärchen“ auf, von einer Umverteilung von Arm zu Reich profitiere die gesamte Gesellschaft.22 Die Linke bietet dem WählerIn hierzu explizit Gegenvorschläge und alternative Lösungen an.

Zum Schluss fehlten trotzdem wenige tausend Stimmen zum Einzug in den Landtag. Man mag spekulieren, dass ohne den Verlust von 10.000 Stimmen an die AfD die Fünfprozenthürde genommen worden wäre. Klar ist, dass die an den beiden äußersten Rändern des Spektrums zu findenden Parteien die höchsten Chancen haben, Protestwähler für sich zu gewinnen, die von den anderen (Regierungs-)Parteien enttäuscht sind. Bei der Linken waren es 42 % ihrer Wähler, bei der AfD gar 63 %, die aus diesem Grund ihr Kreuz machten und nicht etwa aus Überzeugung oder Parteibindung.23 Alles in allem ist es der Linken aber nicht gelungen, ausreichend enttäuschte Bürger von der Wahl der AfD abzuhalten und von der eigenen Partei zu überzeugen. Als zentralen Fehler wertet die Parteiführung daher, dass im Wahlkampf zu wenig auf das Thema Anti-Rassismus gesetzt wurde, wodurch man sich deutlicher von den Nationalkonservativen hätte abgrenzen können. Des Weiteren konnte Die Linke zwar mit dem Fokus auf das Thema soziale Gerechtigkeit ihr Kernklientel mobilisieren, jedoch ging diese Schwerpunktsetzung an den drängendsten Fragen und Interessen der Wähler vorbei. Fehlende Antworten auf Probleme der inneren Sicherheit wurden nicht nur der Linken, sondern auch der SPD zum Verhängnis und bescherten der CDU einen Überraschungserfolg.24

4. Ressourcen und ihr Einsatz im Wahlkampf

Neben den Programminhalten bestimmten die Ressourcen der Linkspartei maßgeblich ihren Wahlkampf. Einerseits ist hier das Thema der internen finanziellen und personellen Ressourcen prägnant für die Analyse, andererseits soll auf die extern hinzugezogenen Ressourcen in Form der Werbeagentur eingegangen werden.

Das Wahlkampf-Budget lag laut Landesgeschäftsführer Sascha Wagner bei rund 850.000 Euro.25 Im Vergleich zu den großen Parteien stand also eine eher kleine Summe zur Verfügung.26 Daher versuchte man mit einer bundesweiten Spendenkampagne, die Ressourcen zu erhöhen. Da Unternehmensspenden durch einen Grundsatzbeschluss ausgeschlossen worden waren27, akquirierte die Partei vor allem Privatspenden, über die jedoch nur geringe Beiträge zusammenkamen. Das begrenzte Gesamtbudget konnte damit nicht signifikant erhöht werden. Die Kreisverbände hatten nochmals eigene kleinere Budgets für die Kandidaten vor Ort.

Auf der organisatorischen bzw. personellen Seite hat Die Linke in Nordrhein-Westfalen rund 250 Ortsverbände, im Juni 2017 zählte sie nach Angaben des Landesgeschäftsführers Wagner 7.158 Mitglieder. Allerdings ist sie nicht flächendeckend in Nordrhein-Westfalen vertreten. Gut vertreten ist sie in größeren Kreisen und Städten, wie beispielsweise im Ruhrgebiet, Schwächen hat sie dagegen im ländlichen Raum. Unterstützt wurden die Wahlkämpfer durch das Hauptamt im Landeswahlbüro. Für den Landtagswahlkampf wurden hier speziell zwei halbe Stellen eingerichtet, die im Pressebereich angesiedelt waren. Auf der ehrenamtlichen Seite waren nach Schätzungen des Landesgeschäftsführers rund 30 % der Mitglieder im Wahlkampf aktiv. Vor Ort wurde der Wahlkampf durch ehrenamtliche Wahlkampfleiter organisiert, die zwar gewisse Vorgaben durch die Landesebene hatten, aber dennoch relativ frei in ihren Entscheidungen waren. Zuständig waren diese unter anderem für die Weitergabe der Informationen an die Untergliederungen, die Anmeldungen von Infoständen und Großflächen. Um die personellen Ressourcen zu erhöhen, hat man hier zusätzlich die Struktur „linksaktiv“ als Sympathisanten der Partei für den Wahlkampf mobilisiert, die auch bereits in den Prozess der Programmentwicklung eingebunden worden waren. Insgesamt sind also auch die personellen und organisatorischen Ressourcen im Vergleich zu den großen Parteien sehr begrenzt gewesen und zudem regional sehr unterschiedlich.28

Neben den genannten Ressourcen hatte die Werbeagentur als extern hinzugezogene Verstärkung maßgeblichen Einfluss auf den Wahlkampf. Anders als bei vorherigen Wahlkämpfen griff Die Linke nicht auf die bewährte Agentur und die Empfehlung der Bundespartei zurück. Man setzte bewusst auf eine neue Agentur, die nicht originär im Politikspektrum tätig ist. Ziel war es, frischen Wind in den eigenen Wahlkampf zu bringen, so der Landesgeschäftsführer Sascha Wagner. Ausgewählt wurde letztlich die Agentur „Die Werberpack“, die bislang lediglich im Oberbürgermeister-Wahlkampf in Düsseldorf politische Erfahrungen hatte sammeln können. Daher kam es in einer ersten Phase auch zu kleineren Anlaufproblemen, was im Gespräch mit dem Landesgeschäftsführer deutlich wurde. Auf der einen Seite musste die Agentur erst die politischen Prozesse kennenlernen, auf der anderen Seite hatten weder die Partei noch die Agentur zu Wahlkampfbeginn Detailkenntnisse im Bereich Social Media.

Beide Komponenten, die Auswahl der Agentur und die internen Ressourcen, hängen miteinander zusammen. Sascha Wagner unterstrich im Gespräch, dass der weitaus größte Anteil der finanziellen Ressourcen auf die Agentur und darüber hinaus auf die Großflächen, Plakate, Druckkosten und das zusätzliche Personal entfiel.

Die knappen finanziellen und organisatorischen Ressourcen, in Verbindung mit der politisch unerfahrenen Werbeagentur, bargen nebst den oben aufgeführten Schwierigkeiten organisatorische Probleme zu Beginn des Wahlkampfes. Beispielsweise fehlte es an einem großen Wahlkampfauftakt, wie es bei anderen Parteien der Fall war.

5. Die Gestaltung des Wahlkampfes

5.1. Wahlkampfinstrumente

Im Landtagswahlkampf griff Die Linke auf eine differenzierte Palette von Wahlkampfinstrumenten zurück. Inhaltlich zugeschnitten wurde der Wahlkampf auf die Frage der sozialen Gerechtigkeit. Diese war Mittelpunkt der Kampagne und wurde im Wahlkampf mit einer Personalisierungsstrategie gekoppelt. Die Basis der Instrumente waren die Themenplakate. Hiervon gab es sechs verschiedene: zu den Themen soziale Gerechtigkeit, Bildung, Wohnen, Kinderarmut, Arbeit und ÖPNV. Diese Themenauswahl gründet, ähnlich wie die Programmentwicklung, auf einem Auswertungsprozess mit Erhebungen, Wahlanalysenforschung und Gruppendiskussionen. Die Themenplakate wurden landesweit aufgestellt. Zusätzlich wurden zwei Sonderplakate gedruckt zu den Themen Geflüchtete und Anti-Atomkraft (letzteres speziell für die Region Aachen). Es wurden zwei Claims auf den Plakaten genutzt: Die Themenplakate waren zum einen alle mit dem Claim „Zeig Stärke…“ versehen.29 Zum anderen wurde neben dem Logo der Spruch „Mit uns. Für Dich.“ verwendet. Die Themenplakate standen also unter dem Oberthema soziale Gerechtigkeit und drückten laut der Agentur den Wunsch nach „einem friedlichen Miteinander und nach einer lebens- und liebenswerten Gesellschaft“30 aus. Hierzu wurden die verschiedenen Themen mit Bildern von Menschen verknüpft, die durch das Einnehmen einer kämpferischen Pose Stärke darstellen und die Vielfalt der nordrhein-westfälischen Bevölkerung widerspiegeln sollen. Mittelpunkt der Plakate waren normale Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichster Herkunft, keine Politiker. Damit sollten die inhaltlichen Forderungen und die Kernbotschaften an die Wählerschaft ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt werden.

Die Wahl eines auffälligen Rots als Grundfarbe und eine moderne Gestaltung, die in einem Corporate Design für die Plakate und Verteilmaterialien mündete, zeugt von einer Ausrichtung der Kampagne auf jüngere Wähler und neuen Akzentsetzung durch die Werbeagentur. Das spiegelt sich in den Wahlergebnissen wider: Bei älteren Wähler, insbesondere über 70 Jahre, wurden schwache Ergebnisse erzielt.31 Die neue Kampagne hatte allerdings in jedem Fall messbare positive Effekte, da sie sowohl zu Stimmgewinnen als auch zu einem Mitgliederzuwachs beigetragen hat: Ende 2016 hatte die Partei noch 6.703 Mitglieder, zum Ende des Wahlkampfes nach Angaben des Landesgeschäftsführers 7.158.32

Insgesamt wurden 45.000 Plakate und 450 Großflächen gedruckt. Es gab 20 Motive, die verbreitet wurden.33 Darüber hinaus, gab es auch regionale Besonderheiten. Die Themenplakate wurden zwar landesweit angeboten, die Kreisverbände konnten allerdings bei der Plakatbestellung gezielt nach den eigenen Bedürfnissen auswählen. Eine regionale Steuerung der Themen war beabsichtigt, so dass das Plakat zum Thema Miete eher für Ballungszentren und Städte angedacht war, das Themenplakat ÖPNV dagegen eher im ländlichen Raum. Gemäß eigener Aussage konnte dieses Instrument der regionalen Steuerung aufgrund der beschriebenen knappen Ressourcen und der anfänglichen Probleme in der Organisation allerdings nicht so genutzt werden wie gewünscht.

Neben dem Zweck der Wähleransprache dient die Plakatierung laut dem Landesgeschäftsführer zudem als offizieller Startschuss für die eigenen Mitglieder und auch der entsprechenden Mobilisierung für die heiße Phase des Wahlkampfes. Dieser Mobilisierungseffekt bei den eigenen Mitgliedern ist bei einer kleineren Partei mit wenig hauptamtlichem Personal durchaus wichtig, um die ehrenamtlichen Helfer zu motivieren.

Als weitere Wahlkampfinstrumente wurden die üblichen Massenverteilmaterialien wie Flyer, Wahlkampfzeitungen und Kurzwahlprogramme eingesetzt. Häufig wurden diese in Verbindung mit dem Straßenwahlkampf genutzt. Auch dieser hatte regionale Schwerpunkte, welche allerdings weniger bewusst gesetzt wurden, sondern größtenteils durch die entsprechenden Mitgliederstrukturen vor Ort bestimmt waren. Durch den Straßenwahlkampf wurde versucht, die Parteipräsenz zu erhöhen – daher wurde dieses Instrument auch so intensiv genutzt, wie es mit den knappen personellen Ressourcen möglich war. Das relativ wenige ehrenamtliche Personal vor Ort wurde beispielsweise statt auf einem großen Stand auch auf mehrere kleinere Stände verteilt. So sollte mit den knappen Ressourcen eine möglichst breite Wirkung erzielt werden. Andere neue Straßenwahlkampfformen wie die kreative Aktion „Miethaie zu Fischstäbchen“ erreichten laut Parteiaussage eine hohe Aufmerksamkeit für den Themenbereich Wohnen.34 Weitere größere innovative Aktionen fehlten allerdings.

Um den Einsatz dieser Wahlkampfinstrumente angesichts des Mangels an Ressourcen effizienter zu gestalten, fanden zudem Koordination und Aushilfe zwischen Nachbar-Kreisverbänden statt. So wurden zum Beispiel Bustouren zur Plakatierung in strukturschwachen Regionen mit Unterstützung aus anderen Landesverbänden durchgeführt. Im Wahlkampf vor Ort wurden die Kandidaten der Wahlkreise mit Podiumsdiskussionen, Straßen- oder Haustürwahlkampf eingebunden. Medial unterstützte die Partei den Straßenwahlkampf durch lokale Anzeigenschaltungen in Tageszeitungen und Wochenblättern, ebenfalls mit der Intention, die Präsenz der Partei in der Breite zu erhöhen.

Die Flyer der Linken setzten ebenso wie die Plakate stark auf das Thema soziale Gerechtigkeit, beispielsweise mit dem Slogan „Soziale Gerechtigkeit in NRW braucht deine Stimme. Darum: Am Sonntag Die Linke wählen“. Auffällig sind hier deutliche qualitative Unterschiede zwischen den Flyern des Landesverbandes und denen der Wahlkreiskandidaten, die auch die begrenzte finanzielle Ausstattung der Kreisverbände deutlich machen.

Wie auf den Plakaten wurde weniger auf die Darstellung der Wahlkreiskandidaten, sondern auf die Vermittlung von linken Inhalten gesetzt. Ausnahmen bildeten einige der Großflächen-Plakate sowie bestimmte Verteilmaterialien wie die Wahlzeitschrift, die das Spitzenduo Demirel und Leye sowie Sahra Wagenknecht – die Spitzenkandidatin auf Bundesebene – als die prominentesten Gesichter der Partei in NRW abbildeten. Eine solche Personalisierungsstrategie wurde ebenfalls bei zwölf Großveranstaltungen gefahren: Neben Wagenknecht half die bundespolitische Parteiprominenz in Person von Bodo Ramelow sowie Oscar Lafontaine dabei, Wahlkampfveranstaltungen öffentlichkeitswirksam zu inszenieren.

Ein weiteres Instrument zur Aufmerksamkeitsgenerierung und der gezielten Ansprache bestimmter Wählermilieus war die bewusst hohe Präsenz bei Demonstrationen. Tarifstreits oder Demonstrationen zum 1. Mai sind hier klassische Beispiele. Zudem wurden ein Fernseh- und ein Radiospot produziert und via Social Media entsprechend beworben. Der Fernsehspot wurde intensiv über die sozialen Medien verbreitet, erlangte durch seine Art aber auch von selbst viel Aufmerksamkeit: In Form eines leicht verständlichen und humorvollen Erklärfilms – angelehnt an die populäre Kindersendung „Die Sendung mit der Maus“ – wurde sich dem Thema soziale Gerechtigkeit angenähert.

5.2. Pressearbeit

Neben dem Einsatz der oben beschriebenen Wahlkampfinstrumente kann auch die Presse- bzw. Medienarbeit einer Partei ein wirksames Mittel zur Wahlkampf- und Kampagnengestaltung sein.

Personell wurde das Landeswahlbüro der Linken während des Wahlkampfes durch zwei Teilzeitstellen für die Pressearbeit verstärkt. Durch das Bespielen der Presseverteiler mit Pressemitteilungen und Einladungen zu öffentlichkeitswirksamen Terminen – wie etwa den Großveranstaltungen mit Beteiligung der Parteiprominenz – gelang es der Linken, regelmäßig eigene Themen in der landesweiten Berichterstattung zu lancieren. So wurde zum Beispiel über die Programmentwicklung und -verabschiedung berichtet.35 Jedoch fehlte es auch in der Pressestelle trotz temporärer Verstärkung an personellen und finanziellen Mitteln, was sich in verschiedenen Aspekten niederschlug.

Auf diese Weise schaffte es die Partei beispielsweise nicht, ihre angestrebte Personalisierungsstrategie erfolgreich umzusetzen: Obwohl Demirel und Leye laut Landesgeschäftsführer Wagner als gleichberichtigtes Spitzenkandidaten-Duo und gemeinsam als ‚neue Gesichter‘ für eine ‚neue Politik‘ inszeniert werden sollten, wurde dies von den Medien anders rezipiert. Sie verlangten vor allem nach einem Gesicht: dem von Özlem Demirel. Die Zeit schrieb in einer Analyse im Nachgang der Wahl: „Mit erfrischenden Auftritten hatte die 33-jährige Spitzenkandidatin Özlem Demirel im Wahlkampf mit einem Portfolio links-linker Wohltaten geworben […] Sie steigerte das Ergebnis ihrer Partei damit von 2,5 Prozent (zur Wahl 2012) auf fast das Doppelte […]“.36 Der Spitzenkandidat Christian Leye wird hier nicht erwähnt, ebenso wenig wie in einigen anderen Artikeln und Beiträgen. Dies ist zum einen öffentlichkeitswirksamen Formaten wie dem TV-Duell am 4. Mai geschuldet, zu dem traditionell nur ein Parteienvertreter entsandt wird, was bei der Linkspartei Demirel übernahm. Zum anderen können die unterschiedlichen Persönlichkeiten der beiden dazu geführt haben, dass vor allem Demirel wahrgenommen wurde. Insgesamt lässt sich schlussfolgern, dass die angestrebte Personalisierungsstrategie nicht erfolgreich umgesetzt werden konnte. Ein Umstand, der durch eine intensivere Betreuung und gezieltere Inszenierung des Duos durch die Pressestelle sowie eine bessere Absprache zwischen den Akteuren möglicherweise hätte korrigiert werden können.

In einem weiteren Aspekt funktionierte die Personalisierungsstrategie ebenfalls nicht optimal: Die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl Sahra Wagenknecht wurde zwar unterstützend neben dem Duo auf Großflächen abgebildet und half mit Reden auf verschiedenen Wahlkampveranstaltungen. Doch dies wurde untergraben durch divergierende inhaltliche Äußerungen. Beispielsweise standen Aussagen Wagenknechts zur Kriminalität von Migranten im Widerspruch zu Demirels Haltung zum Bleiberecht von Flüchtlingen.37 Durch die Inszenierung Wagenknechts konnte demnach zwar Aufmerksamkeit für den NRW-Wahlkampf der Linken erzeugt werden. Die Berichterstattung über sie überschattete das eigentliche Landes-Spitzenduo jedoch zum Teil und half nicht wie beabsichtigt dabei, das NRW-Duo in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Auch hier hätte eine festgezurrte und konsequent verfolgte Pressestrategie möglicherweise helfen können, Unstimmigkeiten zu vermeiden.

Zur Pressearbeit gehört neben dem Verfolgen eigener Thematisierungsstrategien das Reagieren auf Themen, die von anderen Akteuren gesetzt werden. In der Berichterstattung über Die Linke dominierte hier vor allem die Diskussion um eine mögliche Beteiligung der Partei an der Landesregierung, was angesichts der im selben Jahr anstehenden Bundestagswahl eine besondere Brisanz enthielt. Das tatsächliche Wahlergebnis machte diese Diskussion zwar im Nachhinein nichtig, doch in den letzten Tagen vor der Wahl war daraus eine Kontroverse entstanden. Während Die Linke zum Zeitpunkt ihres ersten und bisher einzigen Einzugs in den NRW-Landtag von den Medien als „[u]rplötzlich auf Regierungskurs“38 beschrieben wurde, wurde sieben Jahre später eine andere Sprache gesprochen – von den vermeintlich potentiellen Regierungspartnern. Die SPD hatte sich im Wahlkampf lange mit Äußerungen zu möglichen anderen Koalitionspartnern neben den Grünen zurückgehalten und Die Linke lediglich wiederholt als „nicht regierungsfähig bezeichnet“.39 Kurz vor der Wahl leitete die damalige NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft jedoch aus den „unrealistische[n], unbezahlbare[n] Forderungen“ der Linken öffentlich eine deutliche Absage an die Partei ab: „(…) mit mir als Ministerpräsidentin, sage ich klar, wird es keine Regierung mit Beteiligung der Linken geben“.40

Auch aus den anderen Parteilagern gab es keinen Rückenwind:  Die Grünen kritisierten etwa, dass „die ‚Radikalen‘ bei der Linken zu viel Einfluss gewonnen hätten“.41 Die Linke selbst betonte über einen längeren Zeitraum hinweg bei dieser Thematik immer wieder ihr Selbstverständnis als Programmpartei und hielt sich dabei an vom Landeswahlbüro festgelegte Sprachregelungen: „Man mache ‚keine Farbspiele‘, sondern stehe für klare inhaltliche Positionen“.42 Mit der heranrückenden Wahl ließ sich die Partei dann doch auf das Thema ein: Sie betonte ihren Willen mitzuregieren und vertrat öffentlich die Auffassung, dass Rot-Rot-Grün machbar sei.43 Die Diskussion um ihre Nichtregierungsfähigkeit und schließlich deutliche Absage der SPD an Die Linke als Koalitionspartner wird parteiintern als einer der Faktoren bewertet, die im Mai 2017 zum besagten ‚bitteren Erfolg‘ der Partei führten. Wähler, die noch zuvor die Absicht hatten, der Linkspartei ihre Stimme zu geben, könnten ihre Wahlentscheidung als Reaktion auf Krafts Absage kurzfristig geändert haben – aus Angst, dass ihre Stimme ansonsten wirkungslos bliebe. Die Debatte um die Regierungsbeteiligung ist ein Beispiel dafür, dass sich Die Linke zwar von Anfang an auf das Konfliktthema eingestellt und eine darauf abgestimmte, auf Inhalte ausgerichtete Strategie entwickelt hatte. Der Erfolg hing hier jedoch vor allem vom Verhalten anderer Akteure ab und gegen Kampagnenende konnte die Partei nur noch auf die Äußerungen der anderen reagieren anstatt selbst zu agieren.

5.3. Online-Wahlkampf

Der Einsatz von Social Media ist aus modernen Wahlkämpfen nicht mehr wegzudenken und zählt inzwischen neben Plakaten, Flyern, Wahlwerbespots und dem Bespielen klassischer Medien zum Standardrepertoire. Insbesondere finanzschwachen Parteien bietet sich hier die Gelegenheit, ohne hohen Ressourcenaufwand eine breite Masse an potentiellen Wählern zu erreichen. Dennoch sei an dieser Stelle angemerkt, dass trotz der kostengünstigen Umsetzung, aber gerade aufgrund der großen Reichweite hohe Ansprüche an die Qualität der geteilten Inhalte gestellt werden. Vor diesem Hintergrund soll der folgende Abschnitt den Online-Wahlkampf der Linken näher beleuchten. Die Partei bespielte vorwiegend ihre Accounts bei Facebook44, YouTube45, Twitter46 und Instagram47 und startete Wähler- und Mitgliedermobilisierung dort bereits nach Verabschiedung des Wahlprogramms Anfang November 2016. Für diese Aufgabe standen laut dem Landesgeschäftsführer Wagner vier Personen zur Verfügung und auch die Spitzenkandidaten Demirel und Leye beteiligten sich an der Betreuung der Accounts. Für Facebook war hauptsächlich der Pressereferent zuständig.

Insgesamt wurden auf allen Kanälen ähnliche bis identische Inhalte geteilt – lediglich über Twitter wurden vermehrt Statements des Spitzenduos verbreitet. Ansonsten ergibt sich im Großen und Ganzen ein recht einheitliches Bild, da sich die Online-Kampagne in ihrer Optik im Speziellen an den Wahlplakaten und im Allgemeinen am Corporate Design der Partei orientierte. Die Plakatmotive wurden unverändert hochgeladen und um diejenigen Themen erweitert, die aus finanziellen Gründen nicht in gedruckter Form in die Offline-Kampagne einfließen konnten. Verschiedene weitere Aufnahmen erhielten die unverkennbare rote Einfärbung mit weißer Schrift und dem Logo der Partei, um einen hohen Wiedererkennungswert zu erzielen. Charakteristisch ist außerdem die Darstellung der Landtagskandidaten und von „linksaktiv“-Mitgliedern, die i.d.R. eine ähnlich kämpferische Pose wie die auf den Wahlplakaten abgebildeten Menschen einnahmen. Für diese Art von Beiträgen wurde eigens ein Posting-Plan entwickelt und umgesetzt. Des Weiteren finden sich insbesondere bei Facebook Fotos und Videos von Wahlkampf- und Protestaktionen, um die gesellschaftliche Aktivität der Partei zu betonen. Ferner wurden hier Nischenthemen und kleinere Zielgruppen bedient, beispielsweise Queer mit Postings zu entsprechenden Jahrestagen. Auf ihrem Facebook-Kanal zeigte sich Die Linke diskussionsfreudig und ging auf viele Nutzerkommentare ein, was auf eine besonders intensive personelle Betreuung dieses Mediums schließen lässt. Am strukturiertesten wirkt jedoch das Angebot bei YouTube, wo die Partei verschiedene Formate für ihre Follower produzierte und veröffentlichte: Der Landesparteitag und die Landesvertreterversammlungen wurden über mehrere Stunden live übertragen, die Kandidat der vorderen zwölf Listenplätze wurden in kurzen Clips vorgestellt und in vier Live-Folgen „Frag DIE LINKE“ beantworteten Kandidaten die Fragen der Nutzer. Hier wurde also auf Regelmäßigkeit, Transparenz und ein übersichtliches Angebot für die Nutzer gesetzt. Allerdings hielten sich die Klickzahlen im dreistelligen bis unteren vierstelligen Bereich. Lediglich der Wahlwerbespot wurde über 90.000 Mal aufgerufen.

Am Beispiel der Linken zeigt sich sehr gut, wie der Einsatz von Social Media den Offline-Wahlkampf sinnvoll ergänzen kann. Auch mit begrenztem Budget lässt sich eine Vielzahl von Themen und Zielgruppen bedienen, die offline in der breiten Fläche nicht realisierbar ist. Lediglich die Betreuung der Kanäle verursachte der Partei Personalkosten, die jedoch in einem Zeitalter der Digitalisierung und Vernetzung als sinnvolle Investition erscheinen. Die fehlenden personellen und finanziellen Ressourcen schlagen sich dennoch auch hier insofern negativ nieder, als dass zum Beispiel Videomaterial nicht immer eine professionelle Qualität aufwies und lediglich einer der Kanäle – Facebook – intensiv bespielt werden konnte. Der Partei ist es allerdings mit der Etablierung eines Corporate Designs, das die Wählerschaft sowohl im Offline- als auch im Online-Wahlkampf leicht wiedererkennt, gelungen, eine optisch und inhaltlich einheitliche Kampagne zu führen.

6. Fazit

Die Linke hat im Landtagswahlkampf 2017 versucht, mit einer neuen Werbeagentur und (trotz) begrenztem Budget innovative Wege zu gehen. Die Mitgliederstruktur hatte hier sicherlich großen Einfluss auf die getroffenen Entscheidungen, denn die Partei musste Ansätze finden, um den Mangel an hauptamtlichem Personal auszugleichen und die ehrenamtlichen Helfer so effizient wie möglich einzusetzen. So wurde im Vergleich zu vorherigen Wahlkämpfen die Gewichtung der Instrumente verändert. Insbesondere auf den Bereich Social Media wurde ein neuer Schwerpunkt gelegt: Sowohl im Hinblick auf das Budget als auch die verwendeten personellen Ressourcen hat Die Linke diesen Bereich priorisiert. Dadurch wurde eine deutlich ausdifferenziertere und zielgruppenspezifischere Strategie möglich. Für zukünftige Wahlkämpfe ist eine Reichweitensteigerung der Online-Angebote nichtsdestotrotz dringend erforderlich, was jedoch nur durch verstärkten Ressourceneinsatz erreichbar ist. Weiterhin war die Auswahl der neuen Agentur einerseits ein Erfolg, da die auffällig gestalteten Plakate und Materialien durchaus funktioniert und Aufmerksamkeit generiert haben, gerade bei jüngeren Wählern. Allerdings hat die unerprobte Zusammenarbeit auch, insbesondere unter dem Umstand knapper Ressourcen und der geringen politischen Vorerfahrung der Agentur, zu organisatorischen Problemen zu Beginn der Kampagne geführt. Möglicherweise ließen sich diese Probleme durch einen noch früheren Start in die Planung beheben, sollte man im nächsten Wahlkampf wieder eine neue Agentur auswählen. Dies könnte zudem dazu beitragen, dass entwickelte Strategien konsequenter verfolgt werden können und Spielraum entsteht, um auf aktuelle Entwicklungen effizienter reagieren zu können. Die Linke befindet sich damit nicht nur stimmtechnisch in einer Konsolidierungsphase, sondern auch organisatorisch und im Hinblick auf ihre Instrumente. Insbesondere im Kommunikationsdreieck Agentur, Landesbüro und Kreisverbände scheinen noch Optimierungsmöglichkeiten zu existieren.

Literatur:

Bukow, Sebastian: Landtagswahl Nordrhein-Westfalen. Ergebnisse und Analysen, Heinrich-Böll-Stiftung von Mai 2017, URL: https://www.boell.de/sites/
default/files/web_170517_wahlanalyse_nrw_v100.pdf, Aufruf vom 15.06.2017.

Bundeszentrale für politische Bildung: Parteimitglieder nach Bundesländern, URL: http://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/42228/mitglieder-nach-bundeslaendern, Aufruf vom 18.06.2017.

CDU-NRW: 39. Landesparteitag: NRW geht sicherer, schneller, stärker, schlauer, vom 01.04.2017, URL: https://www.cdu-nrw.de/39-landesparteitag-nrw-geht-sicherer-schneller-staerker-schlauer, Aufruf vom 18.07.2017.

Die Linke: Mitgliederzahlen, URL: https://www.die-linke.de/partei/ueber-uns/
mitgliederzahlen, Aufruf vom 18.06.2017.

Die Linke: Spenden, URL: https://www.die-linke.de/mitmachen/spenden/, Aufruf vom 18.06.2017.

Die Linke NRW: bei Facebook, URL: https://www.facebook.com/pg/dielinke.nrw/posts/?
ref=page_internal, Aufruf vom 05.07.2017.

Die Linke NRW: bei Youtube, URL: https://www.youtube.com/user/nrwlinke/videos, Aufruf vom 05.07.2017.

Die Linke NRW: bei Twitter, URL: https://twitter.com/DieLinkeNRW, Aufruf vom 07.07.2017.

Die Linke NRW: bei Instagram, URL: https://www.instagram.com/dielinke_nrw, Aufruf vom 07.07.2017.

Die Linke NRW: bei Youtube: „Kurzwahlprogramm in Gebärdensprache“, vom 28.04.2017, URL: https://www.youtube.com/watch?v=_d1Ca76cfjE, Aufruf vom 15.06.2017

Die Linke NRW: Wahlkreis-Direktkandidat*innen zur Landtagswahl 2017, vom 20.02.2017, URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/nc/personen/direktkandidatinnen
_landtagswahl_2017/, Aufruf vom 20.06.2017.

Die Linke NRW: Miethaie zu Fischstäbchen, vom 17.11.2016, URL: http://www.dielinkenrw.de/nc/politik/presseerklaerungen/detail_nachrichten/archiv/2016/november/browse/1/zurueck/nachrichten-1/artikel/17112016-1200-miethaie-zu-fischstaebchen-aktion, Aufruf vom 18.07.2017.

Die Linke NRW: Sozialgipfel der LINKEN NRW – Es ist Zeit für Veränderung, vom 08.05.2016, URL: http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presseerklaerungen/detail
_nachrichten/browse/25/zurueck/nachrichten-1/artikel/sozialgipfel-der-linken-nrw-es-ist-zeit-fuer-veraenderung/, Aufruf vom 18.07.2017.

Die Linke.NRW: Zeig Stärke für ein NRW der Menschen und Möglichkeiten (Kurzwahlprogramm), URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/fileadmin/_medien_/
ltw2017/Kurzwahlprogramm/Kurzwahlprogramm.pdf, Aufruf vom 18.06.2017.

Die Linke.NRW: Das Kurzwahl-Programm von der Partei Die Linke in Leichter Sprache, URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/fileadmin/_medien_/ltw2017/
Kurzwahlprogramm%20leichte%20Sprache.pdf, Aufruf vom 18.06.2017

Die Linke.NRW: Unser Programm zur Landtagswahl NRW 2017. Für eine Politik, in der die Menschen zählen, URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/fileadmin/_medien_
/ltw2017/dateien/Landtagswahlprogramm_2017_Web_neu.pdf, Aufruf vom 18.06.2017

Die Werberpack: Entwicklung und Realisierung der Landtagswahlkampagne, URL: https://diewerberpack.de/portfolio/die-linken-zeigen-staerke, Aufruf vom 18.07.2017

Handelsblatt.de: Absage an Linke vor NRW-Wahl. Kraft sagt doch noch: „Ich mach das nicht“, Handelsblatt vom 10.05.2017, URL: http://www.handelsblatt.com/politik/
deutschland/nrw-wahl-2017/absage-an-linke-vor-nrw-wahl-kraft-sagt-doch-noch-ich-mach-das-nicht/19780204.html, Aufruf vom 23.06.2017

Kahrs, Horst/Hoff, Benjamin-Immanuel: Die Wahl zum 17. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017. Wahlnachtbericht und erste Analyse, Rosa Luxemburg Stiftung vom 14./15.05.2017, URL: https://www.rosalux.de/fileadmin/
rls_uploads/pdfs/Themen/wahlanalysen/WNB_NRW_LTW_2017.pdf, Aufruf vom 20.06.2017

Spiegel Online: Kraft schließt Koalition mit der Linken aus, vom 10.05.2017, URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-hannelore-kraft-schliesst-koalition-mit-linken-in-nrw-aus-a-1146959.html.

Steffen, Tilman: Landtagswahl NRW. Umsonst verdoppelt, Zeit.de vom 16.05.2017, URL: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/landtagswahl-die-linke-nrw, Aufruf vom 15.06.2017

Vitzthum, Thomas/Holstein, Miriam: Urplötzlich auf Regierungskurs, Die Welt vom 16.04.2010, URL: https://www.welt.de/welt_print/politik/article7204820/
Urploetzlich-auf-Regierungskurs.html, Aufruf vom 18.06.2017

Voogt, Gerhard: Landtagswahl 2017 – Klare Forderungen an SPD und Grüne – Die Linke will mitregieren, Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.04.2017, URL: http://www.ksta.de/nrw/landtagswahl2017/landtagswahl-2017-klare-forderungen-an-spd-und-gruene–die-linke-will-mitregieren-26743396, Aufruf vom 20.06.2017

Wahl.tagesschau.de: Umfragen Wähler nach Tätigkeit, URL: https://wahl.tagesschau.de/wahlen/2017-05-14-LT-DE-NW/umfrage-job.shtml, Aufruf vom 25.06.2017

Wahl.tagesschau.de: Wählerwanderungen, URL: https://wahl.tagesschau.de/wahlen/2017-05-14-LT-DE-NW/analyse-wanderung.shtml#15_Wanderung_LINKE, Aufruf vom 25.06.2017

WDR: NRW-Linke will “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”, WDR vom 06.11.2016, URL: http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/linke-landesparteitag-essen-100.html, Aufruf vom 20.06.2017

WDR: NRW-Linke setzt auf Sozialthemen und Promis, URL: http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/landtagswahl/linke-landtagswahl-plakate-100.html, Aufruf vom 18.06.2017

Westfälischer Anzeiger: Parteien geben unterschiedlich viel Geld für Wahlkampf aus, Westfälischer Anzeiger vom 10.05.2017, URL: https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/parteien-geben-unterschiedlich-viel-wahlkampf-8287194.html, Aufruf vom 15.06.2017

Zitationshinweis:

Joest, Rebecca / Löhr, Steffen / Zippel, Kristina (2019): Die Wahlkampf- und Kommunikationsstrategie der Partei Die Linke zur Landtagswahl 2017, Dossier, Erschienen auf: regierungsforschung.de. Online Verfügbar: https://regierungsforschung.de/die-wahlkampf-und-kommunikationsstrategie-der-partei-die-linke-fuer-die-nrw-landtagswahl-2017/

  1. Handelsblatt.de: Absage an Linke vor NRW-Wahl. Kraft sagt doch noch: „Ich mach das nicht“, vom 10.05.2017, URL: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nrw-wahl-2017/absage-an-linke-vor-nrw-wahl-kraft-sagt-doch-noch-ich-mach-das-nicht/19780204.html, Aufruf vom 23.06.2017. []
  2. Kahrs, Horst/Hoff, Benjamin-Immanuel: Die Wahl zum 17. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017. Wahlnachtbericht und erste Analyse, Rosa Luxemburg Stiftung vom 14./15.05.2017, URL: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Themen/wahlanalysen/ WNB_NRW_LTW_2017.pdf, Aufruf vom 20.08.2017, S.4. []
  3. Interview mit Sascha Wagner fand am 08.06.2017 in der Landesgeschäftsstelle der Partei in Düsseldorf statt. []
  4. Die Linke NRW: Die LINKE.NRW: Wahlkreis-Direktkandidat*innen zur Landtagswahl 2017, vom 20.02.2017, URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/nc/personen/direktkandidatinnen_ landtagswahl_2017/, Aufruf vom 20.08.2017. []
  5. Kahrs, Horst/Hoff, Benjamin-Immanuel: Die Wahl zum 17. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017. Wahlnachtbericht und erste Analyse, Rosa Luxemburg Stiftung vom 14./15.05.2017, URL: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Themen/wahlanalysen/ WNB_NRW_LTW_2017.pdf, Aufruf vom 20.08.2017, S.15. []
  6. Die Linke NRW: Sozialgipfel der LINKEN NRW – Es ist Zeit für Veränderung, vom 08.05.2016, URL: http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presseerklaerungen/detail_nachrichten/browse/25/
    zurueck/nachrichten-1/artikel/sozialgipfel-der-linken-nrw-es-ist-zeit-fuer-veraenderung/, Aufruf vom 18.07.2017. []
  7. Beteiligt waren die beiden Spitzenkandidaten, der Pressesprecher sowie fünf weitere ehrenamtliche Mitglieder, die teilweise auch in den Landesarbeitsgemeinschaften aktiv waren. []
  8. WDR.de: NRW-Linke will “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”, vom 06.11.2016, URL: http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/linke-landesparteitag-essen-100.html, Aufruf vom 20.06.2017. []
  9. CDU-NRW: 39. Landesparteitag: NRW geht sicherer, schneller, stärker, schlauer, vom 01.04.2017, URL: https://www.cdu-nrw.de/39-landesparteitag-nrw-geht-sicherer-schneller-staerker-schlauer, Aufruf vom 18.07.2017. []
  10. Die Linke NRW: Zeig Stärke für ein NRW der Menschen und Möglichkeiten (Kurzwahlprogramm), URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/fileadmin/_medien_/ltw2017/ Kurzwahlprogramm/Kurzwahlprogramm.pdf, Aufruf vom 18.06.2017. []
  11. Die Linke NRW: Das Kurzwahl-Programm von der Partei Die Linke in Leichter Sprache, URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/fileadmin/_medien_/ltw2017/Kurzwahlprogramm %20leichte%20Sprache.pdf, Aufruf vom 18.06.2017. []
  12. Siehe Video „Kurzwahlprogramm in Gebärdensprache“ von Die Linke.NRW vom 28.04.2017, URL: https://www.youtube.com/watch?v=_d1Ca76cfjE, Aufruf vom 15.06.2017. []
  13. Die Linke NRW: Unser Programm zur Landtagswahl NRW 2017. Für eine Politik, in der die Menschen zählen, URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/fileadmin/_medien_/ltw2017/dateien/ Landtagswahlprogramm_2017_Web_neu.pdf, Aufruf vom 18.06.2017, S.5ff. []
  14. Ebenda: S.17. []
  15. Ebenda: S.26ff. []
  16. Ebenda: S.35. []
  17. Ebenda: S.53. []
  18. Ebenda: S.30f. []
  19. Wahl.tagesschau.de: Umfragen Wähler nach Tätigkeit, URL: https://wahl.tagesschau.de/ wahlen/2017-05-14-LT-DE-NW/umfrage-job.shtml, Aufruf vom 25.06.2017. []
  20. Wahl.tagesschau.de: Wählerwanderungen, URL: https://wahl.tagesschau.de/wahlen/2017-05-14-LT-DE-NW/analyse-wanderung.shtml#15_Wanderung_LINKE, Aufruf vom 25.06.2017. []
  21. Die Linke NRW: Unser Programm zur Landtagswahl NRW 2017. Für eine Politik, in der die Menschen zählen, URL: http://wahl2017.dielinke-nrw.de/fileadmin/_medien_/ltw2017/dateien/ Landtagswahlprogramm_2017_Web_neu.pdf, Aufruf vom 18.06.2017, S.116. []
  22. Ebenda: S.5. []
  23. Bukow, Sebastian: Landtagswahl Nordrhein-Westfalen. Ergebnisse und Analysen, Heinrich-Böll-Stiftung von Mai 2017, URL: https://www.boell.de/sites/default/files/web_170517_wahlanalyse _nrw_v100.pdf, Aufruf vom 15.06.2017, S.7. []
  24. Steffen, Tilman: Landtagswahl NRW. Umsonst verdoppelt, Die Zeit vom 16.05.2017, URL: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/landtagswahl-die-linke-nrw, Aufruf vom 15.06.2017. []
  25. Das Budget setzte sich aus dem Länderfinanzausgleich der Bundespartei und eigenen Wahlkampfrücklagen zusammen. Wahlkampfrücklagen entstammen zu großen Teilen aus den Mandatsträgerabgaben der Abgeordneten in Bund, Land und den Regionalparlamenten. []
  26. Westfälischer Anzeiger: Parteien geben unterschiedlich viel Geld für Wahlkampf aus, vom 10.05.2017, URL: https://www.wa.de/nordrhein-westfalen/parteien-geben-unterschiedlich-viel-wahlkampf-8287194.html, Aufruf vom 15.06.2017. []
  27. Die Linke: Spenden, URL: https://www.die-linke.de/mitmachen/spenden/, Aufruf vom 18.06.2017. []
  28. Bundeszentrale für politische Bildung: Parteimitglieder nach Bundesländern, URL: http://www.bpb.de/politik/grundfragen/parteien-in-deutschland/zahlen-und-fakten/42228/mitglieder-nach-bundeslaendern, Aufruf vom 18.06.2017. []
  29. Die Werberpack: Entwicklung und Realisierung der Landtagswahlkampagne, URL: https://diewerberpack.de/portfolio/die-linken-zeigen-staerke/, Aufruf vom 18.07.2017. []
  30. Ebenda. []
  31. Kahrs, Horst/Hoff, Benjamin-Immanuel: Die Wahl zum 17. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen am 14. Mai 2017. Wahlnachtbericht und erste Analyse, Rosa Luxemburg Stiftung vom 14./15.05.2017, URL: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Themen/wahlanalysen/ WNB_NRW_LTW_2017.pdf, Aufruf vom 20.08.2017, S.21. []
  32. Die Linke: Mitgliederzahlen, URL: https://www.die-linke.de/partei/ueber-uns/mitgliederzahlen, Aufruf vom 18.06.2017. []
  33. WDR.de: NRW-Linke setzt auf Sozialthemen und Promis, WDR vom 06.11.2016, URL: http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/landtagswahl/linke-landtagswahl-plakate-100.html, Aufruf vom 18.06.2017. []
  34. Die Linke NRW: Miethaie zu Fischstäbchen, vom 17.11.2016, URL: http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presseerklaerungen/detail_nachrichten/archiv/2016/november/browse/1/zurueck/nachrichten-1/artikel/17112016-1200-miethaie-zu-fischstaebchen-aktion, Aufruf vom 18.07.2017. []
  35. WDR.de: NRW-Linke will “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”, WDR vom 06.11.2016, URL: http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/linke-landesparteitag-essen-100.html, Aufruf vom 20.06.2017. []
  36. Steffen, Tilman: Landtagswahl NRW. Umsonst verdoppelt, Die Zeit vom 16.05.2017, URL: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/landtagswahl-die-linke-nrw, Aufruf vom 15.06.2017. []
  37. Steffen, Tilman: Landtagswahl NRW. Umsonst verdoppelt, Die Zeit vom 16.05.2017, URL: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-05/landtagswahl-die-linke-nrw, Aufruf vom 15.06.2017. []
  38. Vitzthum, Thomas/Holstein, Miriam: Urplötzlich auf Regierungskurs, Die Welt vom 16.04.2010, URL: https://www.welt.de/welt_print/politik/article7204820/Urploetzlich-auf-Regierungskurs.html, Aufruf vom 18.06.2017. []
  39. Handelsblatt: Absage an Linke vor NRW-Wahl. Kraft sagt doch noch: „Ich mach das nicht“, Handelsblatt vom 10.05.2017, URL: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nrw-wahl-2017/absage-an-linke-vor-nrw-wahl-kraft-sagt-doch-noch-ich-mach-das-nicht/19780204.html, Aufruf vom 23.06.2017. []
  40. Spiegel Online: Kraft schließt Koalition mit der Linken aus, vom 10.05.2017, URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-hannelore-kraft-schliesst-koalition-mit-linken-in-nrw-aus-a-1146959.html., Aufruf vom 23.06.2017. []
  41. Voogt, Gerhard: Landtagswahl 2017 – Klare Forderungen an SPD und Grüne – Die Linke will mitregieren, Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.04.2017 URL: http://www.ksta.de/nrw/landtagswahl
    2017/landtagswahl-2017-klare-forderungen-an-spd-und-gruene–die-linke-will-mitregieren-26743396, Aufruf vom 20.06.2017. []
  42. WDR.de: NRW-Linke will “Sozialismus des 21. Jahrhunderts”, WDR vom 06.11.2016, URL: http://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/linke-landesparteitag-essen-100.html, Aufruf vom 20.06.2017. []
  43. Voogt, Gerhard: Landtagswahl 2017 – Klare Forderungen an SPD und Grüne – Die Linke will mitregieren, Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.04.2017 URL: http://www.ksta.de/nrw/landtagswahl
    2017/landtagswahl-2017-klare-forderungen-an-spd-und-gruene–die-linke-will-mitregieren-26743396, Aufruf vom 20.06.2017. []
  44. Die Linke NRW: bei Facebook, URL: https://www.facebook.com/pg/dielinke.nrw/posts/?ref=page_internal, Aufruf vom 05.07.2017. []
  45. Die Linke NRW: bei Youtube, URL: https://www.youtube.com/user/nrwlinke/videos, Aufruf vom 05.07.2017. []
  46. Die Linke NRW: bei Twitter, URL: https://twitter.com/DieLinkeNRW, Aufruf vom 07.07.2017. []
  47. Die Linke NRW: bei Instagram, URL: https://www.instagram.com/dielinke_nrw, Aufruf vom 07.07.2017. []
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